In alter Frische

02.08.2011 19:45 von Carsten Ruhr

V und Sherlock

Im TV-Alltag herrscht Einfallslosigkeit.
Es gibt wirklich noch keinen Fall, den nicht ein Team von "Law & NCIA:Miamy Intend" schon gelöst hätte. Fast immer das gleiche. Mord, Ermittlung und ein wenig persönliche Beziehungskiste. Die Crime-Sparte im TV erschlägt sich grade selber.
Mit SciFi ist das leider schon passiert. Heutige Science Fiction Serien sind leider kaum noch Science Fiction.
Battlestar Galactica? Ist auch nur eine Neuaflage und mehr Beziehungs-Psycho-Drama mit etwas besseren Effekten.
Stargate Universe? Ist der verzweifelte Versuch eine Serie am laufen zu halten. Mit mehr Beziehungs-Psycho-Drama und etwas besseren Effekten.
Eureka? Sehr schöne Serie. Leider zum Ende hin eher langweilig und zum Beziehungsdrama mit etwas besseren Effekten werdend.

Jetzt sind hier in Deutschland mit "V - Die Besucher" und "Sherlock" zwei Serien gestartet, in die ich ein wenig Hoffnung lege.
V ist ein Remake einer alten SciFi-Serie, an die ich mich so gut wie nicht erinnern kann. Es ging um Echsen in Menschengestalt. So viel wusste ich noch. In der Tat ist das Remake bisher ganz gut gelungen. Auch wenn es (wie Battlestar Galactica) mehr in Richtung Psychothriller (mit etwas besseren Effekten) geht. Ich hoffe das wird im Verlauf der Serie nicht noch intensiviert.
Sherlock ist - natürlich - eine moderne Crimeserie mit einem jungen Sherlock Holmes und seinem Assistenten Watson. Interessant an der Serie ist, dass Sherlock völlig überzeichnet als leicht soziopathisch dargestellt wird und das Ganze natürlich in der Moderne spielt.

Auch wenn diese zwei Serien einigermaßen vielversprechend sind, wünsche ich mir doch wieder so einen Knaller wie "Firefly" zurück. Hier hat man gut gesehen, dass aus einem ausgelutschtem Genre (eigentlich zwei Genres, nämlich SciFi und Western) noch einiges, unverbrauchtes Material rausgeholt werden kann.

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